Geschichte

Seit 1949 nimmt Österreich am IAESTE-Programm teil, wobei damals die Abwicklung des Austauschprogramms noch durch die ÖKISTA erfolgte.

Ende der 80er Jahre bildete sich eine Gruppe von engagierten StudentInnen an der TU Wien, die die Zahl der in Österreich verfügbaren Praxisplätze durch ihr Engagement wesentlich steigern konnte. Zusätzlich wurden Firmenkontaktgespräche, eine internationale Studienmesse sowie die ersten Firmenmessen (1. am 22. November 1989) organisiert. Zur Unterstützung der studentischen Arbeit wurde ein Kuratorium mit VertreterInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik geschaffen.

Der Erfolg gab den InitiatorInnen recht. Dadurch motiviert, gelang es, den IAESTE-Spirit auch an die anderen Technischen Universitäten zu bringen und dort Komitees zu gründen. In dieser ersten Zeit fanden regelmäßige Gespräche mit der ÖKISTA und den ÖKISTA - KuratorInnen statt, die das Erreichen einer studentisch geführten IAESTE zum Ziel hatten. Nachdem der Reihe nach auf der Wiener Boku sowie den Technischen Universitäten in Graz und Leoben weitere IAESTE-Lokalkomitees entstanden, stand einer Österreichweit studentisch geführten IAESTE nichts mehr im Wege.

Die endgültige Selbständigkeit der studentischen IAESTE wurde im Jänner 1992 mit der offiziellen Gründung der Österreichischen Dachorganisation IAESTE Austria Wirklichkeit. Kurze Zeit danach entstanden auch die Lokalkomitees in Linz und Innsbruck. Die Infrastruktur wurde dabei von den Universitäten und auch von der Hochschülerschaft zur Verfügung gestellt. Die Anerkennung als legitimer Nachfolger der ÖKISTA wurde auf internationaler Ebene ein Jahr später auf der General Conference in Cork, Irland, erreicht. Der Erfolg der studentischen Idee lässt sich daran messen, dass die ehrenamtlich tätigen StudentInnen die Zahl der in Österreich zur Verfügung gestellten Praxisplätze schon im ersten Jahr der studentisch geführten IAESTE verdreifachen konnten.

Der Erfolg in Österreich wurde durch intensive Kontakte auch auf benachbarte Länder wie Tschechien, Ungarn, Slowenien, Kroatien übertragen, wo ebenso erfolgreiche Organisationen aufgebaut werden konnten. Innerhalb der ersten beiden Jahre fanden dabei vier von IAESTE Austria organisierte internationale Arbeitstreffen und Konferenzen (Post Seminar Conference des 5th SID in Wien, Erster Nationalkonvent in Modra im Juni 92, Marketing Conference im Winter 92/93 in Graz, 7th SID in Annaberg) statt. Österreich begann zu dieser Zeit, ein starker Träger des studentischen Gedankens auf internationaler Ebene zu werden.

Als sich der erste Generationswechsel in der IAESTE abzeichnete, entstanden die "IAESTE Oldies", nun "IAESTE Austria Alumni", als Bindeglied der bereits im Berufsleben stehenden IAESTE`ler zu den nun aktiven StudentInnen.

(Gerhard Schneider, Peter Morawetz, Susanne Gosztonyi)